Hallo,
Seit langer Zeit beschäftigt mich der Lehrplan meiner Schule. Es ist so, dass wir mit steigender Klassenstufe immer mehr Stoff bearbeiten müssen, was ja logisch ist, doch sammeln sich alle möglichen Veranstaltungen in dem Zeitraum der 11-13 Klasse. Neben Klassenfahrten gibt es den Eurythmieabschluss, das Klassenspiel, die Jahresarbeit, die Realschulprüfungen und am Ende das Abitur.
Unsere Abiturvorbereitung beginnt in dem zweiten Halbjahr der 12. Klasse. Am Ende der 12. Klasse werden noch die Realschulprüfungen geschrieben. Außerdem werden in der 12. Klasse das Klassenspiel aufgeführt, der Eurythmieabschluss absolviert und die Jahresarbeiten gehalten. Lediglich die Schaffensphase der Jahresarbeiten fällt in die 11. Klasse.
Die Auswirkungen dieses dicht gedrängten Zeitplanes wirken sich so aus, dass wir in den ersten drei Monaten der 12. Klasse 7 mal die Woche Eurythmieunterricht haben dafür aber nur 2 mal Mathe. Nicht zu vergessen, dass alle anderen Fächer wie Deutsch, Französisch, Englisch, Religion, Biologie und Geschichte gar nicht bis nur wenig unterrichtet werden. Die Realschulprüfungen werden für Abiturienten schwerer gestellt. Und am Ende des Jahres folgt die Abschluss-/Kunstfahrt.
Des Weiteren entwickelt es sich immer mehr dahin, dass Schüler der 9. Klasse aufwährst fast jeden Tag 8 Stunden haben, was dazu führt, dass die Schüler nach anschließendem Heimweg erst spät zuhause sind und dann noch Hausaufgaben haben.
Ich erzähl dies, weil ich finde, dass an meiner Schule im Bereich des Zeitplans etwas geändert werden muss. Die Gewichtung zwischen den Fächern sind ungleichmäßig und die Vorbereitung auf das Abitur kommen zu spät. Ich verstehe nicht, warum man schon ab der 9. Klasse nur noch für die Schule leben soll.
Es würde mich daher sehr interessieren, wie an anderen Waldorfschulen in Deutschland die Aufteilung der Veranstaltungen gehandhabt wird.
Vielen Dank und frohe Ostern,
Lieben Gruß Tom